kärnten.digital
NEWS

23. April 2026

Podiumsdiskussion zum Thema KI

Künstliche Intelligenz als Basistechnologie – Sekundarstufe zwischen Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft

Wie kann das Schulsystem die junge Generation auf eine Welt vorbereiten, in der Künstliche Intelligenz allgegenwärtig ist? Diese Fragestellung stand im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion am 10.04.2026 an der HAK1 International Klagenfurt, bei der Vertreter:innen aus Politik, Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft über Chancen und notwendige Umbrüche diskutierten.

Zentrales Thema war die rasante Entwicklung von KI und die damit verbundenen Risiken für Schulen. Klassische Wissensvermittlung allein sei nicht mehr ausreichend, um junge Menschen auszubilden. Stattdessen müssten kritisches Denken, Medienkompetenz und Reflexionsfähigkeit verstärkt am Lehrplan stehen. KI könne als technologisches Hilfsmittel genutzt werden und das Lernen unterstützen, ersetze aber nicht das Wissen dahinter, Fakten einordnen und kritisch hinterfragen zu können.

Aus Sicht der Wirtschaft verändert KI sämtliche Arbeitsprozesse grundlegend. Problematisch seien hierbei jedoch die großen Differenzen im Einsatz dieser: Während vor allem Start-ups künstliche Tools bereits intensiv nutzen, haben andere Unternehmen noch Aufholbedarf. Gefordert wurde daher eine stärkere Vernetzung von Schule und Praxis, etwa durch Praktika, Projekte und den Einsatz praxisbezogener Tools im Unterricht.

Große Bedeutung wurde der Regulierung auf europäischer Ebene zugeschrieben. Der EU-AI Act wurde als wichtiges Instrument zum Schutz von Grundrechten, Datenschutz und Transparenz hervorgehoben. Gleichzeitig wurde davor gewarnt, durch Untätigkeit oder zu langsame Prozesse international rückständig zu sein. Auch Risiken wie Desinformation, Extremismus, psychische Belastung durch digitale Medien, Energieverbrauch und militärische Nutzung von KI wurden angesprochen.

Die Diskussion verdeutlichte: Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben. Trotz aller technologischen Fortschritte zog sich die zentrale Aussage durch die Podiumssprecher, dass KI als Werkzeug und Hilfsmittel gesehen werden soll – der Mensch kann dadurch jedoch nicht ersetzt werden. Verantwortung, Werte, Kreativität, Empathie und ethisches Urteilsvermögen bleiben menschliche Kernkompetenzen. Gerade Schulen haben daher die Aufgabe, jungen Menschen vor allem Verantwortungsbewusstsein und Medienkompetenz mitzugeben.

Am Podium diskutierten:

• Landesrat Mag. Peter Reichmann, MBA

• Landtagsabgeordneter Stefan Sandrieser

• StB Mag.ᵃ Ingrid Gritschacher: Präsidentin der KSW Landesstelle Kärnten

• Ass.-Prof. Mag. Dr. Doris Hattenberger: Vizerektorin für Lehre und Diversität

• Mag. Harald Jenull: Direktor des Tech Transfer Office der AAU

• Mag. Jürgen Kopeinig: Geschäftsführer AK Kärnten

• Patrick Ratheiser: Head of AI bei EY, Gründer des Scale-ups Leftshift One, Universitätslektor

Kontakt & Information

Sandra Preiml, MA Strategische Landesentwicklung und Zukunftsfragen
Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 1 - Landesamtsdirektion, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Arnulfplatz 1

Tel.: +43 (0) 50536 - 10146, Fax: +43 (0) 50536 - 10140
E-Mail: sandra.preiml@ktn.gv.at

Bildnachweis:

HAK 1 Klagenfurt

Amt der Kärntner Landesregierung
Arnulfplatz 1
9021 Klagenfurt am Wörthersee

www.ktn.gv.at

Zurück zur Übersicht

Nach oben