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3. September 2020

Neue Herausforderungen für unser Bildungssystem

Im Schatten der Corona-Krise sieht sich unser Bildungssystem vor viele neue Herausforderungen gestellt. Ein Aspekt ist berechtigterweise die digitale Fitness unserer Bildungseinrichtungen.

Neue Herausforderungen für unser Bildungssystem

Im Schatten der Corona-Krise sieht sich unser Bildungssystem vor viele neue Herausforderungen gestellt. Ein Aspekt ist berechtigterweise die digitale Fitness unserer Bildungseinrichtungen. Distance-Learning und Home-Office sind Bereiche, die in Zukunft wohl einen viel wichtigeren Platz einnehmen werden.

Offensichtlich wurde aber auch, dass dies ohne Eigenverantwortung und Selbstdisziplin nur schwer möglich ist. Für unser Bildungssystem bedeutet dies, dass Eigenverantwortung und Selbstdisziplin als zentrale Kompetenzen verankert und vermittelt werden müssen. Gelingen kann dies nur mit der Schaffung von Freiräumen, Wahlmöglichkeiten und spielerischen Zugängen für die Lernenden. Nur mit der Freiheit und Unabhängigkeit wächst auch das Verantwortungsbewusstsein und die Freude am lebensbegleitenden Lernen, welches für ein erfülltes Arbeitsleben immer wichtiger wird.

Digitale Medien können dabei entscheidende Hilfe leisten. Videos, Computerspiele und Quizze bieten individuelle und dem jeweiligen Level angepasste Unterstützung und stressfreies Feedback. Auf Plattformen wie beispielsweise MS Teams kann Peer-Feedback eingeholt werden, ohne ständig auf das Lehrer/innen-Feedback angewiesen zu sein, was übrigens oft sogar viel wirkungsvoller ist. Wir müssen auf jeden Fall weg vom Bereitstellen vorverdaute Nahrung durch Pädagog/innen und dem Einholen genormter Rückmeldungen. In Zeiten automatisierter Fehlerkorrektur ist es sinnvoller, wenn die Lernenden zum Beispiel ihre Rechtschreibfehler sofort und automatisiert angezeigt bekommen, was für den Lernprozess sicher förderlicher ist als eine spätere Korrektur.

Aber auch die Teamkompetenz wird beispielsweise bei gemeinsamen Medienprojekten von Gruppen gefördert. Eine möglichst offene Aufgabenstellung bei gemeinsam ausgehandelten Rahmenbedingungen ist dabei sehr hilfreich. All dies erfordert natürlich in gewissem Maße Abgabe von Verantwortung durch die Lehrperson, aber ohne Abgabe von Verantwortung können die Schüler/innen auch keine Verantwortung übernehmen. Letzten Endes führt dies zu einer viel entspannteren und „demokratischeren“ Atmosphäre in der Klasse, was für Lernprozesse und die soziale Bildung wichtig ist. Damit wird auch ein Grundstein für die positive Entwicklung unserer Gesellschaft gelegt.

Edmund Huditz

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Mag. Edmund Huditz
eEducation Bundeslandkoordination AHS Kärnten
E-Mail: edmund.huditz@bildung-ktn.gv.at  Mobile: +43 (0) 664 3057055

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eEducation Bundeslandkoordination VS
E-Mail: sonja.morak@eeducation.at

Herbert Rainsperger
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E-Mail: herbert.rainsperger@eeducation.at

Mag. Thomas Enzi
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Bildnachweis:

Pixabay | geralt

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10. -Oktober-Straße 24
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